eLinehub ist eine reine Softwarelösung für Remote-Kfz-Diagnose und ECU-Programmierung — kein Hardware-Relaisgerät erforderlich. Dieser Leitfaden behandelt Systemanforderungen, Netzwerk- und Treibervorbereitung sowie den Sitzungsablauf für Techniker und Mechaniker.
Was ist eLinehub?
eLinehub überträgt den physischen VCI (Vehicle Communication Interface) des Mechanikers über das Netzwerk auf den Windows-PC des Technikers. Die OEM-Diagnosesoftware des Technikers — ISTA, XENTRY, ODIS, GDS2, FDRS und jede J2534-kompatible Plattform — erkennt ihn als lokal angeschlossenes Gerät und bedient ihn genauso wie einen direkt angeschlossenen VCI.
Der Mechaniker befindet sich vor Ort am Fahrzeug. Er schließt den VCI am Fahrzeug und dem lokalen PC an und veröffentlicht dann einen Sitzungsauftrag über die Mechaniker-Software. Der Techniker arbeitet aus der Ferne. Er nimmt den Auftrag an, wählt das zu übertragende Gerät aus und führt Diagnosen oder ECU-Programmierung von seinem eigenen Computer aus durch — mit derselben OEM-Software, die er auch lokal verwenden würde.

Funktionsweise
Welche Übertragungsmethode eLinehub verwendet, hängt davon ab, wie der VCI mit seinem Host-PC kommuniziert:
USB-Übertragung
Der USB-VCI des Mechanikers wird als lokales USB-Gerät auf den Computer des Technikers übertragen. Diese Methode deckt die meisten USB-basierten VCI-Geräte ab und unterstützt sowohl den Relais- als auch den Direkt (P2P)-Verbindungsmodus.
Netzwerkadapter-Bridging
Für VCIs, die über einen Netzwerkadapter kommunizieren — einschließlich DoIP (ISO 13400)-Geräten und RNDIS-Adaptern — überbrückt eLinehub den Netzwerkadapter des Mechanikers zum Computer des Technikers. Dies ist die Methode für Ethernet-basierte Diagnoseplattformen wie BMW ISTA, Mercedes-Benz XENTRY und VW ODIS.
Der Mechaniker benötigt keine installierte Diagnosesoftware. Der Techniker benötigt keine lokale VCI-Hardware.
Systemanforderungen
- Windows 7 oder höher, 64-Bit. Windows 10 / 11 empfohlen.
- Windows ARM, Mac, Linux und Android werden nicht unterstützt.
- Mechaniker- und Techniker-Software können auf demselben Computer installiert werden, aber nur eine Instanz kann gleichzeitig laufen.
Vorbereitung vor der Verbindung
Netzwerkumgebung
Beide Seiten benötigen eine Mindest-Upload-Geschwindigkeit von 10 Mbps. Eine kabelgebundene Verbindung wird auf beiden Seiten dringend empfohlen, insbesondere bei ECU-Programmiersitzungen. Die Netzwerkqualitätsanforderungen variieren je nach Operationstyp:
| Operationstyp | Max. RTT | Max. Paketverlust | Verbindung |
|---|---|---|---|
| ECU-Flash, SCN-Codierung, SFD / GeKo-Freischaltung | 50 ms | 0,5 % | Kabelgebunden auf beiden Seiten |
| Diagnose, Fehlerspeicher auslesen, Live-Daten | 150 ms | 1 % | Kabelgebunden oder stabiles WLAN |
Mechaniker-Seite
- Schließen Sie den VCI am Fahrzeug und dem lokalen PC an.
- Standard-USB-Diagnosegeräte erfordern keine Treiberinstallation.
- RNDIS-basierte Geräte (VCIs, die sich auf dem Host-PC als Netzwerkadapter präsentieren) benötigen den entsprechenden Treiber. Wenn Sie den Gerätetyp nicht kennen, installieren Sie den Treiber zur Sicherheit.
Techniker-Seite
- Installieren Sie die OEM- oder professionelle Diagnosesoftware.
- Installieren Sie den Treiber, der dem auf der Mechaniker-Seite verwendeten VCI-Modell entspricht.
Sitzungsablauf
In Schritt 3 stehen zwei Verbindungsmodi zur Verfügung:
- Relais (Empfohlen) — leitet Daten über eLinehub-Server, kompatibel mit allen Geräte- und Übertragungstypen.
- Direkt (P2P) — niedrigere Latenz, nur USB-Geräte, erfordert kabelgebundene Verbindungen auf beiden Seiten und RTT unter 80 ms.